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Jahrgang 2016/17

Der Programmbeirat hat in einem zweistufigen Verfahren aus 86 Bewerbungen zwölf Stipendiatinnen und Stipendiaten ausgewählt. 

Am 1. Juli 2016 starteten die Stipendiatinnen und Stipendiaten in ihr Stipendienjahr:

 

 

Stefan Bühl (Kamera)

Stefan Bühls Leidenschaft für das Klettern führte ihn schon in jungen Jahren an viele entlegene und schwer zu erreichende Orte. Hierbei entdeckte er, wie spannend Geschichten über Bilder erzählt werden können.

Er studierte Design mit den Schwerpunkten Film, Fotografie und Computer Generated Imaging (CGI) an der "Georg Simon Ohm Hochschule Nürnberg". Seinen Masterabschluss machte er 2014 an der Filmhochschule "Hamburg Media School" im Bereich Bildgestaltung.

Schon während seines Studiums drehte er auf Grund seiner besonderen Fähigkeiten im Extremklettern für den Kinodokumentarfilm "Jäger des Augenblicks" in ausgesetzten Felswänden im venezuelanischen Urwald. Er arbeitet heute als Director of Photography und verbindet seine Talente als lichtsetzender Kameramann im Spielfilm und in der Werbung mit seiner Vorliebe für das Extreme.

www.stefanbuehl.de

Pauline Crescentia Jacob (Gesang)

Pauline Crescentia Jacob studierte klassischen Gesang bei Prof. Jörn Dopfer an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Schon während ihres Studiums wirkte sie bei zahlreichen freien Produktionen mit. Dabei sang sie unter anderem die Partie des „Orfeo“ in Glucks Oper Orfeo ed Euridice und die Partie der „Sorceress“ in Purcells Dido and Aeneas. Auch als Schauspielerin war sie auf der Bühne zu erleben. Sie arbeitete wiederholt mit jungen Regisseuren der Hamburger freien Szene zusammen, u.a. mit Anja Kerschkewicz, Benjamin van Bebber und Vendula Novakova.

Von Dezember 2014 bis Januar 2016 war sie als Altistin im Opernchor des Theater Bremen engagiert. Neben ihrer Chortätigkeit konnte man sie dort auch als Solistin erleben, u.a. als „Lehrbube“ in Wagners Die Meistersinger von Nürnberg, als „Contessa di Ceprano” in Verdis Rigoletto und als „Pauline“ in den Familienkonzerten der Bremer Philharmoniker. Sie ist Preisträgerin des Internationalen Gesangswettbewerbs Schloss Rheinsberg 2016.

In ihrer Arbeit gilt ihr besonderes Interesse neuen Ausdrucksformen im Musiktheater und der Möglichkeit einer erweiterten künstlerischen Verantwortung von Darstellenden. Neben ihrer Tätigkeit als klassische Sängerin entwickelte sie deshalb wiederholt Projekte mit Künstlerinnen und Künstlern anderer Sparten. Dazu gehört eine Co-Regie mit dem Szenographen Alper Kazokoglu am Südpol Luzern, die Band Henrik Zeabird und die Mitgründung des Club zur Heiligen Kreuzdame.

www.paulinejacob.de

Anja Kerschkewicz (Regie)

Anja Kerschkewicz wurde 1983 in Berlin geboren. Sie studierte zunächst an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee Bühnen- und Kostümbild und schloss ihr Studium dann als Szenografin an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe bei Prof. Penelope Wehrli ab. Von 2009 bis 2012 war sie Bühnenbildassistentin am Schauspielhaus Zürich, u.a. bei Projekten von Frank Castorf, Stefan Pucher und Ruedi Häusermann. Im Anschluss studierte sie Schauspielregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und realisierte während ihres Studiums unter anderem Projekte im Hamburger Sprechwerk, dem Malersaal des Schauspielhauses Hamburg, dem St. Pauli Theater und auf Kampnagel.

Außerdem gründete sie bereits während ihres Studiums mit Eva Kessler die Gruppe FRAUEN UND FIKTION, die ihr erstes Stück am Lichthof Theater, auf dem Festival Hauptsache Frei Hamburg und im AckerStadtPalast Berlin zeigte. Mit FRAUEN UND FIKTION arbeiten beide an einer Reihe von Performances unter Überschriften wie LUST, GEWALT, ARBEIT & RELIGION, in denen sie sich mit ihrer Wirklichkeit als Frauen und Theatermacherinnen in der westlichen Welt kritisch befassen: Sie setzen sich mit Bildern und Geschichten, die über Frauen produziert werden, auf der Bühne auseinander und erproben alternative Entwürfe von Frau-Sein.

Anja Kerschkewicz hat mit dem Projekt POST NUCLEAR LOVE (Text: Svenja Viola Bungarten, Komposition: Yuval Halpern) den Berliner Opernpreis 2016 an der Neuköllner Oper Berlin gewonnen.

Neben ihrer Arbeit als Regisseurin initiiert und kuratiert sie zusammen mit Patricia Carolin Mai die Performance Doppelabende WE PRESENT am Hamburger Lichthof Theater.

www.anjakerschkewicz.com

Nick Koppenhagen (Bildende Kunst)

Nick Koppenhagen wurde 1987 in Hamburg geboren und wuchs in Lübeck auf. Er studierte im Doppelstudium Bildende Künste bei Jeanne Faust an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (BA 2013) sowie Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg (BA 2014).

Ein Reisestipendium der Alfred Toepfer Stiftung und der Hochschule für Bildende Künste Hamburg führte ihn im Wintersemester 2013 an die School of The Museum of Fine Arts nach Boston. 2013/14 wurde er außerdem vom Studierendenwerk Hamburg mit dem Fritz-Prosiegel-Stipendium gefördert.

Von 2013 bis 2015 absolvierte Nick Koppenhagen seinen Master of Fine Arts bei Thomas Demand an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg.

Seit 2010 hat er an diversen Orten ausgestellt, u.a. im Kunsthaus Hamburg (2016); der Galerie Conradi, Hamburg (2015); dem Kunstraum d21 in Leipzig (2014); dem M.1 der Arthur Boskamp-Stiftung in Hohenlockstedt (2014) sowie der Fourth Wall Gallery, Boston (2013).

Nick Koppenhagen ist Gründer und Betreiber des Audioformats/Podcasts kunstgespraeche.com – einer Sammlung von offenen Interviews mit Künstlerinnen und Künstlern zu ihrer Arbeit. 

Dokumentationen seiner Arbeiten finden sich unter: nickkoppenhagen.com

Linda Leine (Klavier)

Linda Leine (*1988 in Riga, Lettland) wurde bereits im Alter von 8 Jahren an der Rigaer Musikschule für Hochbegabte aufgenommen und studierte anschließend an der Lettischen Musikakademie bei Prof. Arnis Zandmanis.

Seit 2010 setzte sie ihre Ausbildung in an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg fort, zunächst bei Lilya Zilberstein, und seit 2013 im Masterstudiengang Klavier solo an der Musikhochschule Lübeck bei Prof. Konrad Elser. Sie besuchte Meisterkurse u.a. bei Igor Lazko, Mikhail Voskresensky, Milena Mollova, Philip Moll, Einar Steen-Nøkleberg, Rudolf Jansen, Ewa Kupiec und Bernd Goetzke.

Zu ihren Wettbewerbserfolgen zählen der 1. Preis beim Concours Musical de France, der 2. Preis beim Concours International de piano Nikolaï Rubinstein in Paris und der 2. Preis beim Possehl-Musikwettbewerb sowie 1. Preise bei Kammermusikwettbewerben in Lettland und Litauen. Im Jahr 2011 gewann sie den 1. Preis im Fach Klavierbegleitung der Maritim Musikwoche. Zudem erhielt sie eine Einladung zur „Woche der Begegnung junger Musiker“ der Schwetzinger SWR Festspiele. 2012 wurde sie mit dem 2. Preis beim Wettbewerb der Elise Meyer Stiftung in Hamburg ausgezeichnet. 2014 war Linda Leine Stipendiatin der AD Infinitum Foundation. Im Jahr 2015 gewann sie den 3. Preis bei dem 9. Inter­na­tionalen Wettbewerb “Franz Schubert und die Musik der Moderne” in der Kategorie Gesang und Klavier.  Linda Leine gewann überdies den Steinway Förderpreis 2015.

Als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin konzertiert die junge Pianistin bereits in zahlreichen europäischen Ländern und spielte in Aufnahmen für den lettischen Rundfunk und den SWR.

Linda Leine und Daria Marshinina trafen sich an der Hamburger Musikhochschule und bildeten ein Klavierduo in der Klasse von Prof. Lilya Zilberstein. Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit des Duos war das Konzert beim Schleswig-Holstein Musik Festival im Juli 2015, wo Linda Leine und Daria Marshinina ihr russisches Duo-Programm mit Werken von Sergei Rachmaninow und Peter I. Tschaikowsky präsentierten. Im Oktober 2015 traten sie der berühmten Klavierduo-Meisterklasse von Prof. Hans-Peter und Volker Stenzl an der Hochschule für Musik und Theater Rostock bei. Zu den letzten Erfolgen des Klavierduos Leine-Marshinina gehört der 2. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb für Klavierduos im November 2015 in Rom.

Patricia Carolin Mai (Tanz und Choreographie)

Patricia Carolin Mai ist Tänzerin, Choreographin und Tanzvermittlerin. Ihre Ausbildung im zeitgenössischen Bühnentanz erhielt sie an der School voor Nieuwe Dansontwikkeling (SNDO) Amsterdam und am Königlichen Konservatorium Antwerpen (Bachelor). Als Tänzerin arbeitet sie im In- und Ausland, u.a. für Roberto Olivian, Isabelle Schad, Willi Dorner und Martin Nachbar, sowie am Staatstheater Lübeck mit Lillian Stillwell. Als Stipendiatin der Israelstiftung war sie zwei Jahre lang als Tänzerin in Israel engagiert, u.a. bei der Batsheva Dance Company unter der Leitung von Ohad Naharin.

2015 absolvierte sie den Masterstudiengang Performance Studies an der Universität Hamburg und zeigte ihre eigenen choreographischen Arbeiten NäherRücken und CatanAllay 2015 und 2016 auf Kampnagel, beim Salon Kleiner Michel und im Lichthof Theater Hamburg. Darüber hinaus entwickelt sie Performanceprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen am K3|Zentrum für Choreographie und am Ernst-Deutsch-Theater Hamburg. Ihre aktuelle Tanzproduktion Ready to Snap erhielt die Nachwuchsförderung der Stadt Hamburg und wurde von K3|Tanzplan Hamburg koproduziert.

Daria Marshinina (Klavier)

Daria Marshinina wurde 1988 in Moskau geboren und begann das Klavierspiel bereits im Alter von drei Jahren. Zwei Jahre später kam sie auf die Chopin-Musikschule Moskau und besuchte von 2004 bis 2007 das Gnessin Musikgymnasium für Hochbegabte, wo sie bei Marianna Shalitaeva und Jakob Katznelson studierte. Nach ihrem Abschluss setzte sie ihre Studien bei Prof. Vera Nomina an die Gnessin Academy of Music in Moskau fort. 

2007 begann sie ihr Studium bei Prof. Michael Endres und Prof. Gabriele Kupfernagel an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, bevor sie zu Prof. Anna Vinnitskaya an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg wechselte.

Daria Marshinina ist vielfache Preisträgerin. Sie wurde u.a. mit dem 2. Preis des Dimitri Schostakowitsch Jugendklavierwettbewerbs in Moskau ausgezeichnet, dem 4. Preis des Wettbewerbs „Romantischer Stern“ in Kassel, dem 2. Preis des Wettbewerbs der Elise Meyer Stiftung in Hamburg, dem 2. Preis des Alfred Schnittke Wettbewerbes in Hamburg und mit dem 2. Preis des Rosario Marciano Klavierwettbewerbes in Wien. Der DAAD zeichnete sie mit einem Preis für herausragende musikalische Leistungen aus, zudem erhielt sie mehrfach Stipendien der Oscar und Vera Ritter Stiftung, der Anna Ruths-Stiftung, der Alfred Töpfer Stiftung, sowie der Otto-Stöterau-Stiftung.

Als Solistin konzertierte Daria Marshinina mit dem Kammerorchester Kremlin Moskau und dem städtischen Orchester Klaipèda unter der Leitung von Pavel Berman. Ihre künstlerische Tätigkeit als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin führte sie nach Spanien, Italien, Österreich, Frankreich, Schweden, Andorra, Litauen und in die Türkei.

Seit Oktober 2014 verfeinert Daria Marshinina ihr pianistisches Können im Studiengang Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in der Klasse von Professor Bernd Zack.

Linda Leine und Daria Marshinina trafen sich an der Hamburger Musikhochschule und bildeten ein Klavierduo in der Klasse von Prof. Lilya Zilberstein. Ein Höhepunkt der Zusammenarbeit des Duos war das Konzert beim Schleswig-Holstein Musik Festival im Juli 2015, wo sie ihr russisches Duo­-Programm mit Werken von Sergei Rachmaninow und Peter I. Tschaikowsky präsentierten. Im Oktober 2015 traten sie der berühmten Klavierduo-Meisterklasse von Prof. Hans-Peter und Volker Stenzl an der Hochschule für Musik und Theater Rostock bei. Zu den letzten Erfolgen des Klavierduos Leine-Marshinina gehört der 2. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb für Klavierduos im November 2015 in Rom.

Oliver Schau (Design und freie Kunst)

Oliver Schau wurde 1984 in Hamburg geboren. Nach seinem Bachelorabschluss in Architektur an der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) in Cottbus und der La Salle Ramon Llull in Barcelona studierte er bei den Professoren Glen Oliver Löw, Jesko Fezer und Friedrich von Borries an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg und absolvierte im Jahr 2014 seinen Master of Fine Arts im Studienschwerpunkt Design.

Seit 2011 hat Oliver Schau in zahlreichen nationalen und internationalen Städten ausgestellt, u.a. in der Bundeskunsthalle Bonn (2013), auf dem Les Berges Festival in Paris (2014) und auf der IMM Cologne (2015). Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Archstar der BTU Cottbus, den HFBK Designaward und den German Design Award Newcomer Nominee.

Oliver Schau lebt und arbeitet in Hamburg.

Milena Straube (Schauspiel)

Milena Straube wurde 1992 in Berlin als Tochter einer Französin geboren und ist bilingual aufgewachsen. 2012 begann sie ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg, welches sie 2016 abschloss. Während des Studiums wirkte sie in zahlreichen Studienprojekten der Theaterakademie mit.

Die Produktion „Ein weiteres Beispiel für die Durchlässigkeit gewisser Grenzen“ wurde 2016 zum Körber Festival in Hamburg eingeladen. Seit 2015 ist Milena Straube als Gast am Thalia Theater Hamburg und am Deutschen Schauspielhaus tätig, u.a. ist sie zu sehen in „Das Tierreich“ (Regie: Christina Rast), „Die unendliche Geschichte“ (Regie: Rüdiger Pappe) und „Alles weitere kennen Sie aus dem Kino“ (Regie: Katie Mitchell). Bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen hatte sie 2016 mit „Am Rand“ Premiere, ein Kooperation mit den Hamburger Kammerspielen.

Derzeit arbeitet sie als freie Schauspielerin in Hamburg.

Sammy Van den Heuvel (Bühnenbild)

Sammy Van den Heuvel wurde 1985 in Antwerpen in Belgien geboren. Nach einem Architekturstudium am Henry van de Velde Instituut in Antwerpen arbeitete er als Architekt und studierte zeitgleich Bühnenbild an der Königlichen Kunstakademie Antwerpen. Das Studium schloss er 2014 bei Katleen Vinck mit einer Performance für zwei Tänzer und zwei Musiker zum „Großen Duett für Cello und Klavier“ von Galina Ustvolskaya ab. Während des Bühnenbildstudiums hospitierte er u.a. bei Jan Strobbe, Katleen Vinck und Jan Pappelbaum, außerdem assistierte er Annette Kurz am Thalia Theater Hamburg. Er ist Alumnus der Akademie Musiktheater heute (Jahrgang 2012-2014) der Deutsche Bank Stiftung.

Von 2014 bis 2016 war er als Bühnenbildassistent am Thalia Theater Hamburg angestellt. Neben der Gestaltung von Theater- und Stadträumen entwickelte er hier eigene Bühnenbilder für szenische Lesungen, die Thalia-Soap, den Popmythenzyklus, Inszenierungen wie "Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel" (Regie: Friederike Harmstorf) und "3000 Euro" (Regie: Julia Jost) sowie die theatrale Installation "Manet sehen. Zola hören" in der Kunsthalle Hamburg (Regie: Giacomo Veronesi).

Für die Uraufführung der Oper "Tonguecat" im Sommer 2016 an der Bayerischen Staatsoper München entwickelte er zusammen mit Dimana Lateva das Bühnen- und Kostümbild (Komposition: Saskia Bladt und Torsten Herrmann; Regie: Martha Teresa Münder und Daniel Pfluger).

Jascha Viehstädt (Choreographie und Tanz)

Jascha Viehstädt wurde 1985 in Hamburg geboren. Nach seiner Ausbildung als Bühnentänzer in Hamburg absolvierte er 2014 den Masterstudiengang Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin. Er wurde in zeitgenössischem Tanz, Modern, Ballett sowie Choreographie/Komposition und Improvisation ausgebildet und studierte u.a. bei Wanda Golonka, Ingo Reulecke und Reinhild Hoffmann. 

Engagements als Tänzer führten ihn in die freie und experimentelle Szene Hamburgs, Berlins, Düsseldorfs und Münchens sowie an verschiedene Staats- und Stadttheater in Deutschland. Er arbeitet u.a. mit Philipp van der Heijden, Chikako Kaido und Anna Konjetzky zusammen. Eigene Arbeiten wurden u.a. auf Kampnagel in Hamburg, im Thalia Theater Gaußstraße, am Theater Bremen, in den Uferstudios Berlin und am Theater Heidelberg gezeigt. 

Seit 2009 ist Viehstädt Choreograph und Performer der Hamburger costa compagnie. Die interdisziplinäre Künstlerformation bereist für ihre dokumentarisch-performativen Arbeiten Regionen wie Fukushima, den Libanon, Irak oder zuletzt die USA und Afghanistan und nimmt die Menschen und Geschehnisse vor Ort in den Fokus. Von 2013 bis 2016 wurde die Gruppe im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes gefördert und zeigt nun ihre aktuelle Produktion in Deutschland und den USA.

Viehstädts Arbeit ist von einer offenen Herangehensweise an intensive, körperliche Zustände und der Suche nach einer klaren, formalen Struktur geprägt. In einem engen Beieinander von choreographischer und darstellerischer Praxis nähert er sich damit der Flüchtigkeit des Tanzes durch Konzept, Intuition und Körper.

Theresa von Halle (Oboe und Regie)

Theresa von Halle experimentiert mit Ausdrucksformen von klassischer Musik und inszeniert Konzerte und Musiktheater. Der szenische Umgang mit Instrumentalisten und das Entdecken von neuen Ausdrucksmöglichkeiten durch die Instrumente ist Teil ihrer Arbeit.

Theresa von Halle studierte Oboe an der Hanns Eisler Musikhochschule in Berlin und absolvierte ihr Masterexamen an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Während des Studiums war sie Finalistin im Wettbewerb für neue Konzertideen von Meßmer Momentum und Preisträgerin des Masefield Konzertstipendiums für neue Konzertformen der Alfred Töpfer Stiftung. Seitdem sind zahlreiche szenische Konzerte und Musiktheaterprojekte unter ihrer Regie entstanden und wurden unter anderem auf dem Festival „Big Bang“ auf Kampnagel, in der Akademie der Künste in Hamburg und der Hamburger Landesvertretung in Berlin aufgeführt. Mit ihrer Musiktheater-Inszenierung „Att Tala är Silver, Men Sjunga är Guld“ war sie im Sommer 2015 in Finnland auf Tournee.

2016 übernahm sie die musikalische Leitung im Theaterstück „Gilgamesch“ in der Inszenierung von Ron Zimmering auf Kampnagel, wo sie aus 5000 Fliesen und den Stimmen der Schauspieler die Musik entwickelte. Zudem ist sie als freie Mitarbeiterin der Elbphilharmonie im Bereich Zukunftsmusik tätig. Sie lebt in Hamburg.